Dienstag, Dezember 26, 2006
Sonntag, Dezember 24, 2006
Sonntag, Dezember 17, 2006
Pubertät bei Katzen
So wie es sich anhört, ist meine Katze in der Ferne mitten in der Pubertät.
Graußige Berichte von meiner Süßen dringen in mein Ohr. Anscheinend ist aus dem bis dato verhältnismäßig nettem Stubentiger ein sehr kampfeslustiges Raubtier geworden. Eine ihr voll zustehenden Grundaggressivität wandelte sich zu einem beutereißenden, launischen und höchst unberrechenbaren Wesenszug.
1 Kommentare Labels: Freiburg, Katze
Samstag, Dezember 16, 2006
UB- Signaturen
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Depression leichtgemacht oder „In einem Meer des Lächelns zu weinen“
Willkommen Freunde des gepflegten Geschmackes, heute möchte ich alles daran setzen den, wie es scheint beginnenden Frühling, ( oder Wahlweise die Weihnachtsfrohlockungen) würdig zu begrüßen.
(mir ist durchaus klar, das dies nur eine Kopie meines Beitrags vom Januar ist, aber es drängt sich gerade auf und die Umstände sind nun mal so.)
Einer geschmeidigen Depression freien lauf zu lassen gehört, wie ich finde unweigerlich zu dieser Zeit dazu. Da niemand, wirklich niemand mag auch nur ansatzweise der liebevoll gepflegten Depression den Stellenwert einräumen will, den sie verdient.
Die gängige Meinung in Großdeutschland ist nun mal so besetzt, dass wenn sich Sonnenschein auch nur ankündigt, jeder Volldepp glaubt er hätte eine Ausbildung im Circus Roncalli genossen.
Und genau deshalb finden Sie an dieser Stelle eine kleine Anleitung zur Depression.
Die Vorbereitung:
Zur Unterstützung würde ich mir alte Bekannte eingeladen, vielleicht wie ich:
Zu meiner rechten steht mein treuer Begleiter Glanmorangie (seineszeichen mehrfach ausgezeichneter Single Highland Malt Whisky); zu meiner linken mehr Fluppen als die Vietnamesische Zigarettenmafia in Berlin besitzt.
Zur Einstimmung und zur Dämpfung des Gemütes trällert Tom Waits seine Weisen im Hintergrund.
Wie wichtig diese Vorbereitungen sind lässt sich
gar nicht überschätzen.
Zur Ergänzung lässt sich nebenher auch noch das Televisionsgerät nutzen. Es versteht sich natürlich von selbst, nur geeignete Sender einzuschalten. Also nur solche die von der Sendestruktur schon darauf ausgelegt sind jegliche Intelligenz zu beleidigen.
Weiterhin hilfreich, ach was sage ich zwingend, ist es das Tageslicht zu verbannen. Denn nur wirklich geübte Depressive schaffen es auch dann, wenn die Sonne scheint.
Ziel ist es ja, das zu erreichen was wahre Depressionskünstler auszeichnet:
„In einem Meer des Lächelns zu weinen“?
Ich schweife ab, dies ist ein Anfängerkurs, die evtl. vorhandene Begabung stellt sich erst nach dem Gesellenstück heraus.
Nicht minder wichtig, wenn auch etwas komplizierter ist das ausschalten des Kommunikationsgerätes und das darauf folgende brechen mit dem Kontakt in die Außenwelt.
Am Anfang, wenn man sich noch ein bisschen schwer tut, den Weltschmerz auf seine schmalen Schultern zu stemmen, sollte dieses auf alle Fälle abgeschaltet sein.
Denn wie viele wirklich gute, im wachsen begriffene Depressionen sind durch einen Anruf
von Hippie-Heide im Keim erstickt worden.
Wut und Zorn sind zwar hilfreich, aber zuviel davon ist eher kontraproduktiv.
Die Depression:
Nun kommen wir zur Königsdisziplin. Leider ist das erreichen einer wirklich guten Depression nicht gerade ein Zuckerschlecken. Das wichtigste ist ausreichend und ausdauerndes Training.
Vielleicht hilft es auch wenn Ihr im Vorfeld eure Jugendfreunde besuchet, 4 Tage nicht schlaft und dann den/die Ex besucht etc.. Manchem hilft auch ein Besuch im örtlichen Jugendclub oder einer Diskothek.
Dabei ist peinlich darauf zu Achten sich nur hübsche und junge Körper anzusehen, die extrem viel Freude an ihrer Jugend haben.
Der schwierigste Part besteht allerdings darin die Welt als Jammertal zu sehen, und in nichts einen Sinn zu sehen, ohne in Selbstmitleid zu versinken.
Fragen eher philosophischer Natur wie: „Warum müssen die armen Afrikanischen Kinder alle sterben, was ist das nur für ein Gott?“, oder „Warum haben wir Glücksgefühle, wenn wir kurz darauf vom Leben verarscht werden?", wirken Wunder. Oder „Was für einen Sinn hat das Leben für die im Universum unbedeutende Ameise Mensch?“. Sehr gut ist das „Große Ganze“ in Frage zu stellen, die Grundsicherheiten (Liebe, Vertrauen, Sinn) und die Gesellschaftlichen Strukturen (Kapitalismus, Glaube, Kultur).
Ist das alles nicht wunderbar bröckelig?
Das gute daran ist, dass niemand daran was ändern kann.
Wenn aber das Anfangstadium überwunden ist muß man der Außenwelt genau damit den Spaß am Leben nehmen, indem man sein Innerstes offenbart. Als erstes sind Hippie-Heide und Konsorten anzurufen, wenn diese es wie üblich karmisch nicht selbst „spüren“ wie dreckig es einem geht.
Ich wünsche euch und euren Mitmenschen viel Freude an der gepflegten Depression.
So jetzt begrabe ich noch mein Hirn an der Biegung des Flusses und befolge meinen Rat.
That’s all Folks.
„ES GIBT KEIN RICHTIGES LEBEN IM
FALSCHEN“
(Th. W. Adorno, Minima Moralia)
Dienstag, Dezember 12, 2006
Größtes anzunehmendes Unglück
Fortuna war mir nur in puncto Magisterarbeit hold. Die hatte ich am Abend zuvor, wie ca. alle 2 Stunden, extra gesichert.
Mittwoch, Dezember 06, 2006
Beat Bar Butzemann
Liebe Beatbar Butzemann Sucher,
hier eine kleine Sammlung für euch.
Es gibt zum einen die Homepage.
Linksammlung:
Wo ist Sie denn: Map
Mein erster Besuch vom Januar 2006 dort: Die Kneipenkritik
Zum Reggae Abend in der Beatbar
Außerdem steht zur Eröffnung was hier: Fludder
Und Fotos gibt es von BR3ITN3R'S
Sonntag, Dezember 03, 2006
Untergang des Abendlandes durch Straßenverkaufszeitung
Nun liebe Leser,
zur Adventszeit und angesichts der neuen Freundschaft zweier völlig unwichtiger Amerikanerinnen habe ich mich entschlossen, das Thema der Sensationspresse heute in mein Blog aufzunehmen.
Durch meine Arbeit als Parkhauswärter werde ich förmlich gezwungen das deutsche Massenblatt zu lesen, welches bei seiner Entzündung Blutfontänen von sich gibt.
Und eben in diesem befinden sich gerade die oben genannten Amerikanerinnen auf dem Titelblatt. Nun könnte man meinen auf der großen weiten Welt passiere nichts, und dies diene nur dem Platzfüllen. Dem ist nicht so, ich habe in dieser Woche ungefähr 100000 wichtigere Meldungen gesehen, als diese. Warum wird dieser wertvolle Platz nun verschenkt?
Meine kurze Antwort ist die, die Leser sind schuld. Wenn der Leser am Kiosk kein Interesse hätte, würde diese Art der Blattfüllung nicht verkauft. Und wenn diese Zeitung die Auflagenstärkste der Republik ist, kann ich nicht umhin, dies in Relation auf die Interessenneigungen eines Großteils der Bewohner der BRD zu setzen.
Was wiederum bedeuten würde, dass die Eingeborenen alle strunzdumm sind. Dieser Scheiß darf keine Sau interessieren. Völlig bekloppte Amerikanerinnen, von denen die eine noch nicht mal ihren eigenen Arsch selbst abwischen kann, sind keine Schlagzeile wert, sondern einfaches ignorieren.
Nun dürfen die beiden Gunstgewerblerinnen selbst zu Wort kommen, um ihren viel gepriesenen Intellekt zu beweisen.
„Ich bin für die Todesstrafe. Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine passende Strafe bekommen. So lernt er seine Lektion für das nächste Mal.“
Britney Spears, Freundin der Expertin für peinliche Auftritte und selbst nicht besser
„Ich habe nie gedacht, dass Leute für ihr Geld arbeiten müssen.“
Paris Hilton, Öffentlich-Entkleidungsspezialistin und gehirnamputiert.
Beide Zitate in: View Magazin, Dez. 06, Hamburg 2006, S. 94.
Sie sehen liebe Leser: Dies ist der Untergang des Abendlandes.
Samstag, Dezember 02, 2006
James Bond in der Harmonie
Am Freitagabend habe ich mich nach längerer Zeit aus meiner Arrestzelle gewagt, und bin mit AliHaze ins Kino. James Bond in der Harmonie stand auf dem Programm. Das bedeutete auch, dass es mein erster Besuch dort war, seit es zu diesem Multiplexmist Cinemax gehört.
Nun aber zum Film.
Casino Royal fängt schon erschreckend brutal an, und im Dunkeln des Kinosaals dämmert es einem relativ schnell. Brosnan gibt’s nicht mehr. Weiter ging es mit einer der besten Verfolgungsjagd zu Fuß die ich je gesehen habe.
Ich muss schon sagen, dieser Bond hat mich beeindruckt. Bond ist irgendwie echter geworden. Nicht mehr dieser fast Supermann mit unsichtbaren Autos und völlig überzogenen, wie auch sinnlosen Explosionen.
Bedenklich fand ich allerdings die Folterszene. In einer Zeit, in der die CIA Menschen entführt, um sie in Staaten zu „befragen“, die Genfer Konventio
nen nicht unterschrieben haben.
Die Story ist für dieses Budget außerordentlich gut. Die meisten Riesenproduktionen haben im aktuellen Hollywoodkino irgendwie kaum Geld mehr für eine gute Geschichte übrig. Das mag hier aber auch an der Verfilmung der Romanvorlage liegen.
Resümee:
Dieser Bond ist gut. Er ist Mensch. Er schwitzt, blutet und hat Schmerzen.
Und genau hier liegt das Problem:
Es gibt viele amerikanische Rabauken die die Filmwelt retten, aber nur einen Briten. Der Gentleman aus der Oberschicht mit seinem spöttischen Blick auf die Welt und sich selbst, ausgestattet mit feinen Spielzeugen, ist kaum mehr vorhanden.










